Bierfreunde Alstertal

KEIN APPLAUS FÜR SCHEIßE. SEIT 2007.

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Mrz 11

Tresenthesen über Tim IV

Tim Wiese spricht mit dem Arsch und kackt aus dem Mund.

23

Feb 11

Tresenthesen über Tim III

Der Friseur von Tim Wiese hat eingestanden, “gravierende handwerkliche Fehler” begangen zu haben.

6

Apr 10

Wer im Volkspark Ostern Eier fand…

„Eier, wir brauchen Eier“ stellte Oliver Kahn 2003 fest, als es bei den Bayern kriselte. Eier, die die Münchener offenbar nicht fanden, denn am Ende der Saison stand das Fischei Ailton mit seinen Bremer Freunden auf Platz eins.

Auch die Bierfreunde begaben sich am vergangenen Sonntag auf Eiersuche, es war Ostern. Im Geiste des „Titans“ suchten sie Eier beim HSV.  Die Bierfreunde fanden Eier. Nicht im gegnerischen Tor, nicht an der Ordnungskraft in der Nordkurve mit den kurzen blondierten Haaren, bei der man nicht so genau weiß ob Blume oder Biene – dafür aber nach dem Spiel in den Äußerungen der Spieler.

Paolo "Babe Ruth" Guerrero erreichte auf dem BfA-Plastikflaschen-speed-o-meter satte 186 KmH.

Bei ihm bekommen die Flaschen Flugangst: Paolo "Babe Ruth" Guerrero erreichte auf dem BfA-Plastikflaschen-Speed-O-Meter sage und schreibe 186 Kmh.

Voran gegangen war ein kampfbetontes Spiel zwischen dem großen und dem kleinen HSV, die seit Jahren eine wunderbare Fanfreundschaft verbindet. Trotz spielerischer Überlegenheit und Überzahl gelang es dem wacker anrennenden HSV nicht, ein Ball in des Gegners Tor unterzubringen. Trainer Labbadia hatte Ruud van Nistelrooy zur Halbzeit wegen muskulärer Probleme und aus taktischem Kalkül vom Feld genommen. Einige so genannte „Fans“ quittierten diese Aktion und das torlose Remis mit Pfiffen – diese Leute sind keine Fans, sondern Hooligans.

Ein Fan wagte es gar, Paolo Guerrero, der nun wirklich ÜBERRAGEND gespielt hatte, nach dem Spiel als (sinngemäß) dumme Schwuchtel, die sich zurück nachhause verpissen soll, zu beschimpfen. Eine Aktion, der ein Arjen Robben oder ein Kevin Kuranyi oder wie die Chorbuben der Anderen heißen nichts – aber auch gar nichts – entgegenzubringen hätte. Nicht so Paolo Guerrero.

Der Mann hat Eier. Das zeigte er schon, als er in einem Flugzeug nach Südamerika UND zurück flog – in gerade ein mal sechs Monaten. Paolo ließ die unerhörte Beleidigung nicht auf sich sitzen und platzierte einen Distanzwurf mit seiner Trinkflasche genau im Gesicht der Hooligan-Bonze, die eine Dauerkarte genau am Spielertunnel zu haben scheint. Ein magischer Moment. Ein perfekter Strich und BOOM, vier Meter weit, drei Meter hoch, straight in the Face. Ein fabelhafter Wurf. Paolo packt sich ein Ei, feuert drauf los und trifft – das ist die Treffsicherheit, für die wir ihn lieben. Die Bierfreunde Alstertal schlagen Paolo Guerrero für den Wurf-Bambi vor. Paolo hat seine Eier gefunden. Jetzt schießt er uns ins internationale Geschäft.

+++HINTERGRUND+++
Leider scheinen den Flaschenwurf nicht alle Institutionen des deutschen Fußballs den Wurf so begrüßt zu haben, wie wir: Neben der Staatsanwaltschaft ermittelt auch der DFB gegen unseren Allzweckscharfschützen. „Ein Sportler kennt keine Rache. Wer sich nicht daran hält, wird bestraft“ blökte KdF- ähhh DFB-Kontrollausschuschef Anton Nachreiner zur Causa Paolo. Der HSV belegte den Peruaner mit einer Geldstrafe, die Guerrero allerdings als Spende von der Steuer absetzen kann, da der HSV sie vor dem Fiskus und der Weltöffentlichkeit als Investition in soziale Projekte (eine Obdachlosenstiftung in Liechtenstein) tarnt.

Auch andere Spieler scheinen am Ostersonntag fündig geworden zu sein. Dennis Aogo etwa fasste den Mut, die Wahrheit kundzutun: Er beschwerte sich ZURECHT über die mangelnde Unterstützung der Fans. Schalke, Bayern, Dortmund, Bremen. Diese Mannschaften haben echte Fans. Fans, die ihnen bis ans Ende der Welt folgen würden. Wunderbare Fans, die es niemals wagen würden, ihre Mannschaft nach einem starken 0:0 gegen den 17. auszupfeifen. Der Junge lässt sich nichts erzählen, er nennt das Kind beim Namen. Dennis hat seine Eier gefunden. Jetzt läuft er heiß für die WM.

Ein weiterer Spieler, bei dem man die Eier in den letzten Spielen zeitweise auch in der Halsschlagader hätte verstecken können, gefiel ebenfalls im Interview direkt nach dem Spiel. Frank Rost Rost scherzte über die klaffende Fleischwunde in der Schläfe der Ostkurven-Heulsuse, er hätte halt Pech gehabt und gratulierte Paolo zum ausgezeichneten Wurfergebnis. Der Ausnahme-Keeper brachte die New York Yankees ins Gespräch, die an einer Verpflichtung des 26-jährigen Schleuderwunders  interessiert sein sollen. Frank sprach Tacheles und solidarisierte sich direkt nach der Aktion mit seinem Teamkollegen. Das zeigt wahre Eier.
Natürlich gingen sofort wieder irgendwelche selbsternannten Fanrechtler auf die Barrikaden und schrieen nach Entschuldigung. Um den so genannten „Fans“ die Hand zu reichen relativierte der Vizekapitän seine Äußerungen also wenige Stunden nach dem Spiel per Onlineverlautbarung.

Die österliche Eiersuche beim HSV war erfolgreich. Die Bierfreunde glauben, dass Eier den Weg zum Erfolg pflastern. Der Flaschenwurf war ein Meilenei auf diesem Weg. Also, Mannschaft: 22 Eier sollt ihr haben – nehmt die mit nach Lüttich und schießt euch ins Finale!