Bierfreunde Alstertal

KEIN APPLAUS FÜR SCHEIßE. SEIT 2007.

24

Mrz 11

Der Ire wie er säuft und stinkt

Impressionen vom St. Patrick’s Day

Nach 15 Schnaps und 20 Bieren
eträgt man sie ganz gut, die Iren
doch Nüchternheit und Tageslicht
schmeicheln dem Iren wahrlich nicht.

In Dublin kommt auf eine Meile
allerhöchstens eine Geile.
Und dafür 20.000 Bratzen,
die rülpsen, furzen, grö‘ln und schmatzen.

Sie fahren auf der falschen Seite
Staat, Banken, und das Volk sind pleite.
Doch strömt in Pubs Ale, Scotch und Guinness
sobald der Erste morgens drin ist.

Schon Kinder können Pints verschlucken
ohn‘ mit der Wimper nur zu zucken.
Vor Schulbeginn macht Cider heider
und Mittags geht‘s mit Whiky weider.

Vier Stunden dann im Pub gesessen
bestellt der Ire Mittagessen
Vorzugsweise gibts dazu
aus Hundenäpfen Irish Stew.

was stinkt nach Furz, Mist, Gammel, Fäule
war früher einmal Hammelkeule.
Der Ire aber muss es kochen
bis es aussieht wie erbrochen.

Alles zeugt, was er auch tut
von kollosalem Übermut.
Er kann sich schlicht gesagt nicht zügeln
Weder beim Saufen, noch beim Prügeln.

Haut man sich grad nichts in die Plautze
dann gegenseitig auf die Schnauze.
Nirgends sonst in ganz Europa
prügeln sich Sohnemann und Opa.

Benehmen, Intellekt und Kleidung
spotten jeglicher Beschreibung.
Ihr Kaudawelsch ist unverständlich,
ihr Englisch-Dialekt ist schändlich.

Sie sind unsagbar unansehnlich
und sehen sich verdächtig ähnlich.
Noch dreckiger als Hals und Ohr
beim Iren einzig der Humor.

Nur logisch, dass sie so viel trinken,
wo alle hässlich sind und stinken.
Drum: Mischt man sich in diesen Haufen,
heißt‘s Augen zu und reichlich saufen
im asozialsten Land der Welt
kein Wunder, dass es uns gefällt.

15

Feb 11

BfA-Hitsingle zum Derby


Die Bierfreunde Alstertal hegen eine lange Tradition der lyrischen Betätigung. Klar, dass vor dem wichtigsten Heimspiel des Jahres ein neuer Song veröffentlicht wird – erstmals audiovisuell statt nur in Text. Lehnen Sie sich zurück, genießen Sie den Sound und freuen Sie sich auf das Spiel der Spiele!

14

Feb 11

Alles Gute zum Valentinstag!

6

Feb 11

25 Jahre Rechts-Außen – Ein Roast

Wir haben uns hier heute nicht nur zusammengefunden, um einen guten Freund, unvergleichlich treuen  Lebensabschnittspartner, reizenden Sohn und – wer weiß, vielleicht auch – glücklichen Vater die Ehre zu erweisen. Wir feiern auch einen ganz besonderen Menschen.
Bei runden Geburtstagen wird Männern in Führungspositionen eine Rede gehalten. Deine Stellung als Seniorpräsident der Bierfreunde Alstertal OFC berechtigt dich folglich, an einem runden Geburtstag eine solche Rede zu erwarten. Eine solche Rede, die man einmal anlegt und dann alle fünf Jahre in einem informellen Inflationsausgleich anfüllt, zur Hochzeit einpaar Zeilen über Sarah reinwebt und zur Beerdigung schließlich alle „bist“s in „warst“s und alle „wirst bestimmt mal“s in „wolltest immer“s umschreibt.

Doch das Recht auf eine Rede, das passive Toast-Recht, setzt ein gewisses Maß an Lebenserfahrung voraus. Ein gewisses Maß, was Sie, Herr List, unbestreitbar erfüllen. 25 Jahre sind kein beachtliches, sondern ein beeindruckendes, ein gewaltiges, ein galaktisches Alter. Ein viertel Jahrhundert, eine silberne Ehe, zweieinhalb dekaden.  Früher hätte man an dieser Stelle in gespielter Empörung rekapitiliert „da war Cindy Lauper grad auf Platz 1 der Charts“ heute stellt man ungläubig fest „da kostete die Apple Aktie vier D-Mark“ Du bist so lebenserfahren, so steinalt, dass du sogar schon geboren warst, als der HSV den letzten Verbandstitel gewann (DFB Pokal ’87, für alle Pauli-Schweine). Doch in Hamburg warst du damals noch nicht.

Gezeugt wurdest du 1986 in der rohstoffreichen iranischen Grenzprovinz Chuzestan. Irakische Soldaten stürmten das Haus deiner leiblichen Eltern und metzelten deine Family gnadenlos nieder. Als die Soldaten sich an den sterblichen Überresten deiner Mutter vergingen, der man nicht ansah, dass sie im neunten Monat schwanger war da man sie schlicht für fett hielt, stießen sie im wahrsten Sinne des Wortes auf dich – und leiteten mit der brutalen Vergewaltigung deiner toten Mutti deine Geburt ein.

Eine junge deutsche Diplomatin, die in der Grenzregion bundesdeutsche Rüstungsgüter an beide kriegsparteien verkaufte, fand dich und nahm sich deiner an. Sie hatte noch geschäftlich zutun, daher schickte sie dich per Feldpost an die deutsche Botschaft in Teheran, wo man hastig eine Geburtsurkunde für dich ausstellte.

Die Monate verstrichen, der Krieg endete, wodurch die Region an wirtschaftlichem Reiz für  die deutsche Industrie verlor und deine neue Mutter kehrte mit dir und ihrem Ehemann, deinem neuen „Dad“ dessen Sekretärin sie einmal gewesen war, nach Deutschland zurück. Deine Kindheit in Hamburg war hart, du wuchst in einem sozialen Brennpunkt auf und lerntest früh was es heißt, arm und bescheiden zu leben. Deine Schulzeit verlief einigermaßen unspektakulär und war gezeichnet von deinem bereits damals aufkeimenden Hang zum Tapetenwechsel und den fortgesetzten Bemühungen, deinen Mitschülerinnen ihr Rederecht im Unterricht abzustreiten um sie außerschulisch per sexueller Zuwendung zu entschädigen.
Nach Abschluss deiner Schullaufbahn stiegst du neben deinem Studium in das familiäre Reisegeschäft ein. Deiner Familie war inzwischen mit Burma das nächste lokrative Kriesengebiet ins Auge gefallen. Allerdings entschied man sich hier für den Tourismus, da gegen die asiatischen Waffenpreise einfach nicht anzustinken war.
Aus rauchenden Minenfeldern blühende Landschaften, so das ehrenwerte Credo des Familienbetriebs. Ein Schelm, wer jetzt Paralelen zwischen der litsschen Erschließung Burmas und den jüngsten Besuchen Tuschis in Arabien aus dem Kaffeesatz lesen würde… Trotzdem sei der Hinweis erlaubt, dass es sich für Ägypten wohl erneut lohnen würde, das Geschäftsfeld zu wechseln. Tourismus in Ägypten ist schon fast wieder out.
Mittlerweile suchst du im Ausland und in der Praxis deine Erfahrung, die dich auf die – wo auch immer es dann investiert sei – Übernahme des Familienunternehmens vorbereiten soll. Viel Glück dabei – du machst das.
Viel wichtiger war im zweiten Achteljahrhundert deines Lebens allerdings die Mitgründerschaft des renomierten Sportfachkreises Bierfreunde Alstertal OFC. Mit deinem bescheidenen, geschmackvoll aufgerüsteten Erstwagen warst du jahrelang Bote des Bierfreundlichen Gedankens – ohne sich dabei nüchterner zu benehmen, bzw. nüchternen zu sein, als das restliche Präsidium. Deine klare politische und gesellschaftliche Kontur – die in jüngsten Hippiebeiträgen deiner bei Facebook wie der Rest deines 25 Jahre alten Körpers dahinzurotten scheint, gab dem Präsidium Stabilität und Identität. So Gott will, und du nicht beim Scooter Konzert zertrampelt wirst oder auf iranischem Boden notlandest – ist das hier, lieber Sascha, erst der Pfiff zur zweiten Halbzeit deines Lebens. Wir hoffen, dass du in der zweiten Hälfte nicht einbrichst und auch weiterhin das Wesen der Bierfreunde um den Schatz deines frauenfeindlichen Fehlbenehmens bereicherst. Gib alles.