Mit großer Erleichterung reagieren die Bierfreunde Alstertal auf die Nachricht, dass Trainer, Präsidenten und Stellvertreterin die Grenzen ihres grausamen Handelns aufgezeigt und eine längerfristige Zusammenarbeit abgewendet werden konnten.

Die Bierfreunde freuen sich auf den 30. HSV-Trainer der Bundesligageschichte und hoffen, dass der Verein schon bald wieder so gut aufgestellt ist, wie vor der Machtergreifung Hoffmanns. Was manche als kopflos oder anarchistisch missverstehen, begreifen wir als basisdemokratische Revolution der Vereins. Ein Konzern mit einem Jahresumsatz von 146 Mio. Euro kann und darf nicht von irgendeinem Wirtschaftsfutzi mit Uniabschluss (und was ist der schon noch wert…) geleitet werden. Die Fans wissen am besten, was für den Verein am besten ist: Rotation.

Es ist ein brillianter Schachzug der Supporters gewesen, Hoffmann, dessen Aufgaben ja Arnesen alle übernehmen kann wenn er schonmal da ist abzusetzen. Denn mit dieser ideellen Reinigung gelang es auch, den Filz des sich seit bald acht Monaten verbissen an sein Amt klammernden Übungsleiters Veh hinfortzuspülen.

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Was da schonwieder behauptet wird ist totaler Quatsch. Unerträglich verhält sich die Journalie. Die kritischen Geister der CFHH stellen in einem Sonntagsbraten von einem Statement mit Namen „Peinlich ist, was man draus macht“ vorzüglich fest, dass allen voran die „kleine Mopo“ eine Schmierkampagne gegen Hoffmann-Gegner befeuert. Weiter noch: Sie beweisen, dass die Mopo sogar zu Mord und Totschlag anregt:

Tätige Fans – na wo gibts denn sowas?!?!

„Schade auch, dass die Mopo-Redaktuere vergessen haben, dass gerade Journalisten eine Verantwortung tragen. Sie schreiben, was Zigtausende lesen und glauben. Sie machen Meinung. Somit wäre es die erste Pflicht sorgsam zu überdenken, was ein Artikel – oder in diesem Fall eine ganze Flut davon – bewirken kann. Töllner und Co pfeifen drauf. Sie nehmen billigend in Kauf, dass sich Befürworter Hoffmanns oder auch nur der eine oder andere einfach gestrickte HSVer dazu berufen fühlen, selbst tätig zu werden.“

Die Bierfreunde pfeifen nicht auf ihre Verantwortung. Was im Stadion klappt, ist auch für den Verein das Beste: Ein Teil der Fans steht mit dem Rücken zum Geschehen auf einem Podest und brüllt uns eingängige Dinge zu, die wir dann nachbrüllen – wir teilen dieses Verständnis von Basisdemokratie. Das machen wir eh viel lieber, als das Spiel zu verfolgen und die wunderschönen Fahnen sehen wir auch viel lieber, als diese langweiligen Eckstöße und Strafraumszenen.

Der Dolchstoß-Presse Paroli bieten

Dass es die kalköpfigen C-Rang-Poeten verärgert, wenn Journalisten billigend in Kauf nehmen, dass sich einfach gestrickte HSVer und Fans mit einer bestimmten Meinung zum Vorstand dazu berufen fühlen, tätig zu werden, können wir sehr gut nachvollziehen. Aber um das Wohl der Hoffmann-Schasser muss man sich – trotz der blutrünstigen, der „großen BILD“ nacheifernden Mopo – keine Sorgen machen: Immerhin sind Fußballfans keine Verbrecher.
Außerdem besteht die Öffentlichkeit in Hamburg – Gott sei Dank – nicht nur aus dem kommunistischen Tittenblatt Mopo. Das Qualitätsblog „Matz ab“ vom fairen und neutralen Springer Verlag, dass ja immer viel besser informiert ist und viel verlässlichere Quellen hat als die Mopo mit ihrem lächerlichen Ex-Redakteur/HSV-Pressechef Jörn Wolf, liefert andere Fakten.

Auch die Moderatoren des Supporter-Forums erwiesen sich als mutige Helden der richtigen Meinung, indem sie das offizielle Forum der Dachvereinigung aller HSV-Fans von Beiträgen reinigten, die auf die widerliche Meuchel-Kampagne der Mopo hereingefallen oder wahrscheinlich sogar von deren kriminellen Redakteuren gefälscht worden waren. Um diese atemberaubende Befreiung vom schrecklichen Bernd mitzugestalten, steuern die Bierfreunde einige Ratschläge für den weiteren „Umbruch“ des Vereins bei.

Vier Anregungen für mehr Basisdemokratie

1.Wir sollten – also die Supporters sollten – die wenigen Spieler, deren Verträge über die Sommerpause hinausgehen, bis zur Winterpause 11/12 bei anderen Vereinen unterbringen. Wenn die Spieler noch einige Monate bei uns spielen, wissend, dass sie am Ende des Jahres den Verein räumen, bringt das Stabilität und fördert die Handlungsfähigkeit des Vereins.
2. Das Amt des Kapitäns ist uns ein Dorn im Auge. Die Bierfreunde, als Organisation mit 70.000 Mitgliedern, wurden nie in die Auswahl des Kapitäns einbezogen. Wir kennen die Spieler aber am besten und wir wissen auch am meisten über Fußball. Deshalb sollten wir zukünftig entscheiden, wer Kapitän wird.
3. Das Stadion wird grunderneuert. Die Arena ist das abscheuliche Denkmal der Hoffmannschen Nadelstreifen-Diktatur. Die Hälfte des Daches sollte abgerissen werden, Businesslounges und Schriftzug müssen verschwinden. Das ist nämlich wahnsinnig wichtig für das Spiel.
4.Wir brauchen einen Verhaltenskodex. Es kann nicht wahr sein, dass einige sogenannte Fußballfans die Nordkurve regelmäßig drei Minuten vor Abpfiff verlassen, nur weil der HSV gegen einen Karnelvalsverein mit zwei Toren hinten liegt. Außerdem sollte es jeder für seine heilige Pflicht halten, sich mit den Kameraden aus dem Gästeblock zu verbrüdern, wenn die von gepanzerten Polizisten maltretiert werden.

Wir werden den kriminellen Gegnern der richtigen Entscheidung hier keine Plattform bieten! Weder ihre Facebook-Seite noch die Unterschriftenaktion, die es wohlmöglich noch Hoffmann-Gegnern und einfachen HSVern ermöglicht, aktiv zu werden, werden wir bei uns verlinken oder sonst irgendwie unterstützen.

Schließlich sind wir froh, dass wir so saustark vertreten werden. Dass wir nicht nur als Privatpersonen, sondern auch als Fanclub Gebühren an Menschen zahlen, die uns so gut vertreten, dass wir uns weder einzumischen noch eine Meinung zu bilden brauchen. So schließen wir mit einem vor ehrlicher Freude und Dankbarkeit überlaufenden, offenen Brief auf den Supporters Club.

Liebe Supporters!

Herzlichen Dank dafür, dass ihr der Schreckensherrschaft von Bernd Hoffmann und Armin Veh ein Ende bereitet habt. Es war total wichtig, den hohen Herren die Stirn zu bieten. Hoffmann hatte keine Ahnung von Geschäft. Glücklicherweise hattet ihr mit einem  ehemaligen Stadionsprecher, einem Präsidenten von vor 20 Jahren, einem Volkswirt, einem Auslandsjournalisten und eurem Gesandten fünft echte Fachmänner des modernen Fußballs für das höchste Vereinsgremium parat.

Die haben folgerichtig die sicherlich dunkelste Epoche der HSV-Geschichte beendet und die schrecklich erfolglosen Vorstände und Trainer enthauptet, um ihre Torsos noch ein paar Monate auf den Ämtern abhängen zu lassen. Euer Verhalten und das der Aufsichtsräte habt ihr uns zu jeder Zeit wahnsinnig transparent geschildert und erklärt.

Danken möchten wir euch weiterhin, dass ihr das unverschämte Fernbleiben von etwa 69.000 eurer Mitglieder bei sämtlichen eurer Veranstaltungen und derer des Vereins als eindeutiges Votum für eure vereinspolitische Position verstanden habt. Dass ihr im Namen sämtlicher HSV-Fans den Aufsichtsrat unterwandert, lieben wir fast so sehr, wie einem Verein ohne Führungspersonal zu applaudieren.

Wir weinen Tränen der Freude bei dem Gedanken, dass uns auch nach der Verpflichtung Arnesens (sollte er seinen Vertrag unglücklicherweise tatsächlich antreten) die lästige Pflicht der Beschäftigung mit dem Fußballsport erspart bleibt. Bitte verwirklicht euch auch weiterhin zum Wohle aller eurer zahlenden Mitglieder und gebt acht, dass der Sport um Himmelswillen Nebensache bleibt! Bitte!

Mit bedingungslos leidenschaftlichen Grüßen
Die Bierfreunde Alstertal OFC