Bierfreunde Alstertal

KEIN APPLAUS FÜR SCHEIßE. SEIT 2007.

28

Apr 11

Schööönes Wochenende mit Käthe und Willi!

29

Mrz 11

Tresenthesen über Tim V

Tim Wiese schafft es sogar, mit der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien zu verlieren.

24

Mrz 11

Der Ire wie er säuft und stinkt

Impressionen vom St. Patrick’s Day

Nach 15 Schnaps und 20 Bieren
eträgt man sie ganz gut, die Iren
doch Nüchternheit und Tageslicht
schmeicheln dem Iren wahrlich nicht.

In Dublin kommt auf eine Meile
allerhöchstens eine Geile.
Und dafür 20.000 Bratzen,
die rülpsen, furzen, grö‘ln und schmatzen.

Sie fahren auf der falschen Seite
Staat, Banken, und das Volk sind pleite.
Doch strömt in Pubs Ale, Scotch und Guinness
sobald der Erste morgens drin ist.

Schon Kinder können Pints verschlucken
ohn‘ mit der Wimper nur zu zucken.
Vor Schulbeginn macht Cider heider
und Mittags geht‘s mit Whiky weider.

Vier Stunden dann im Pub gesessen
bestellt der Ire Mittagessen
Vorzugsweise gibts dazu
aus Hundenäpfen Irish Stew.

was stinkt nach Furz, Mist, Gammel, Fäule
war früher einmal Hammelkeule.
Der Ire aber muss es kochen
bis es aussieht wie erbrochen.

Alles zeugt, was er auch tut
von kollosalem Übermut.
Er kann sich schlicht gesagt nicht zügeln
Weder beim Saufen, noch beim Prügeln.

Haut man sich grad nichts in die Plautze
dann gegenseitig auf die Schnauze.
Nirgends sonst in ganz Europa
prügeln sich Sohnemann und Opa.

Benehmen, Intellekt und Kleidung
spotten jeglicher Beschreibung.
Ihr Kaudawelsch ist unverständlich,
ihr Englisch-Dialekt ist schändlich.

Sie sind unsagbar unansehnlich
und sehen sich verdächtig ähnlich.
Noch dreckiger als Hals und Ohr
beim Iren einzig der Humor.

Nur logisch, dass sie so viel trinken,
wo alle hässlich sind und stinken.
Drum: Mischt man sich in diesen Haufen,
heißt‘s Augen zu und reichlich saufen
im asozialsten Land der Welt
kein Wunder, dass es uns gefällt.

11

Mrz 11

Schöööönes Wochenende!

Die Bierfreunde Alstertal wünschen ein schöööönes Wochenende!

8

Mrz 11

Hoffmann adé – Scheiden tut Veh

Mit großer Erleichterung reagieren die Bierfreunde Alstertal auf die Nachricht, dass Trainer, Präsidenten und Stellvertreterin die Grenzen ihres grausamen Handelns aufgezeigt und eine längerfristige Zusammenarbeit abgewendet werden konnten.

Die Bierfreunde freuen sich auf den 30. HSV-Trainer der Bundesligageschichte und hoffen, dass der Verein schon bald wieder so gut aufgestellt ist, wie vor der Machtergreifung Hoffmanns. Was manche als kopflos oder anarchistisch missverstehen, begreifen wir als basisdemokratische Revolution der Vereins. Ein Konzern mit einem Jahresumsatz von 146 Mio. Euro kann und darf nicht von irgendeinem Wirtschaftsfutzi mit Uniabschluss (und was ist der schon noch wert…) geleitet werden. Die Fans wissen am besten, was für den Verein am besten ist: Rotation.

Es ist ein brillianter Schachzug der Supporters gewesen, Hoffmann, dessen Aufgaben ja Arnesen alle übernehmen kann wenn er schonmal da ist abzusetzen. Denn mit dieser ideellen Reinigung gelang es auch, den Filz des sich seit bald acht Monaten verbissen an sein Amt klammernden Übungsleiters Veh hinfortzuspülen.

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Was da schonwieder behauptet wird ist totaler Quatsch. Unerträglich verhält sich die Journalie. Die kritischen Geister der CFHH stellen in einem Sonntagsbraten von einem Statement mit Namen „Peinlich ist, was man draus macht“ vorzüglich fest, dass allen voran die „kleine Mopo“ eine Schmierkampagne gegen Hoffmann-Gegner befeuert. Weiter noch: Sie beweisen, dass die Mopo sogar zu Mord und Totschlag anregt:

Tätige Fans – na wo gibts denn sowas?!?!

„Schade auch, dass die Mopo-Redaktuere vergessen haben, dass gerade Journalisten eine Verantwortung tragen. Sie schreiben, was Zigtausende lesen und glauben. Sie machen Meinung. Somit wäre es die erste Pflicht sorgsam zu überdenken, was ein Artikel – oder in diesem Fall eine ganze Flut davon – bewirken kann. Töllner und Co pfeifen drauf. Sie nehmen billigend in Kauf, dass sich Befürworter Hoffmanns oder auch nur der eine oder andere einfach gestrickte HSVer dazu berufen fühlen, selbst tätig zu werden.“

Die Bierfreunde pfeifen nicht auf ihre Verantwortung. Was im Stadion klappt, ist auch für den Verein das Beste: Ein Teil der Fans steht mit dem Rücken zum Geschehen auf einem Podest und brüllt uns eingängige Dinge zu, die wir dann nachbrüllen – wir teilen dieses Verständnis von Basisdemokratie. Das machen wir eh viel lieber, als das Spiel zu verfolgen und die wunderschönen Fahnen sehen wir auch viel lieber, als diese langweiligen Eckstöße und Strafraumszenen.

Der Dolchstoß-Presse Paroli bieten

Dass es die kalköpfigen C-Rang-Poeten verärgert, wenn Journalisten billigend in Kauf nehmen, dass sich einfach gestrickte HSVer und Fans mit einer bestimmten Meinung zum Vorstand dazu berufen fühlen, tätig zu werden, können wir sehr gut nachvollziehen. Aber um das Wohl der Hoffmann-Schasser muss man sich – trotz der blutrünstigen, der „großen BILD“ nacheifernden Mopo – keine Sorgen machen: Immerhin sind Fußballfans keine Verbrecher.
Außerdem besteht die Öffentlichkeit in Hamburg – Gott sei Dank – nicht nur aus dem kommunistischen Tittenblatt Mopo. Das Qualitätsblog „Matz ab“ vom fairen und neutralen Springer Verlag, dass ja immer viel besser informiert ist und viel verlässlichere Quellen hat als die Mopo mit ihrem lächerlichen Ex-Redakteur/HSV-Pressechef Jörn Wolf, liefert andere Fakten.

Auch die Moderatoren des Supporter-Forums erwiesen sich als mutige Helden der richtigen Meinung, indem sie das offizielle Forum der Dachvereinigung aller HSV-Fans von Beiträgen reinigten, die auf die widerliche Meuchel-Kampagne der Mopo hereingefallen oder wahrscheinlich sogar von deren kriminellen Redakteuren gefälscht worden waren. Um diese atemberaubende Befreiung vom schrecklichen Bernd mitzugestalten, steuern die Bierfreunde einige Ratschläge für den weiteren „Umbruch“ des Vereins bei.

Vier Anregungen für mehr Basisdemokratie

1.Wir sollten – also die Supporters sollten – die wenigen Spieler, deren Verträge über die Sommerpause hinausgehen, bis zur Winterpause 11/12 bei anderen Vereinen unterbringen. Wenn die Spieler noch einige Monate bei uns spielen, wissend, dass sie am Ende des Jahres den Verein räumen, bringt das Stabilität und fördert die Handlungsfähigkeit des Vereins.
2. Das Amt des Kapitäns ist uns ein Dorn im Auge. Die Bierfreunde, als Organisation mit 70.000 Mitgliedern, wurden nie in die Auswahl des Kapitäns einbezogen. Wir kennen die Spieler aber am besten und wir wissen auch am meisten über Fußball. Deshalb sollten wir zukünftig entscheiden, wer Kapitän wird.
3. Das Stadion wird grunderneuert. Die Arena ist das abscheuliche Denkmal der Hoffmannschen Nadelstreifen-Diktatur. Die Hälfte des Daches sollte abgerissen werden, Businesslounges und Schriftzug müssen verschwinden. Das ist nämlich wahnsinnig wichtig für das Spiel.
4.Wir brauchen einen Verhaltenskodex. Es kann nicht wahr sein, dass einige sogenannte Fußballfans die Nordkurve regelmäßig drei Minuten vor Abpfiff verlassen, nur weil der HSV gegen einen Karnelvalsverein mit zwei Toren hinten liegt. Außerdem sollte es jeder für seine heilige Pflicht halten, sich mit den Kameraden aus dem Gästeblock zu verbrüdern, wenn die von gepanzerten Polizisten maltretiert werden.

Wir werden den kriminellen Gegnern der richtigen Entscheidung hier keine Plattform bieten! Weder ihre Facebook-Seite noch die Unterschriftenaktion, die es wohlmöglich noch Hoffmann-Gegnern und einfachen HSVern ermöglicht, aktiv zu werden, werden wir bei uns verlinken oder sonst irgendwie unterstützen.

Schließlich sind wir froh, dass wir so saustark vertreten werden. Dass wir nicht nur als Privatpersonen, sondern auch als Fanclub Gebühren an Menschen zahlen, die uns so gut vertreten, dass wir uns weder einzumischen noch eine Meinung zu bilden brauchen. So schließen wir mit einem vor ehrlicher Freude und Dankbarkeit überlaufenden, offenen Brief auf den Supporters Club.

Liebe Supporters!

Herzlichen Dank dafür, dass ihr der Schreckensherrschaft von Bernd Hoffmann und Armin Veh ein Ende bereitet habt. Es war total wichtig, den hohen Herren die Stirn zu bieten. Hoffmann hatte keine Ahnung von Geschäft. Glücklicherweise hattet ihr mit einem  ehemaligen Stadionsprecher, einem Präsidenten von vor 20 Jahren, einem Volkswirt, einem Auslandsjournalisten und eurem Gesandten fünft echte Fachmänner des modernen Fußballs für das höchste Vereinsgremium parat.

Die haben folgerichtig die sicherlich dunkelste Epoche der HSV-Geschichte beendet und die schrecklich erfolglosen Vorstände und Trainer enthauptet, um ihre Torsos noch ein paar Monate auf den Ämtern abhängen zu lassen. Euer Verhalten und das der Aufsichtsräte habt ihr uns zu jeder Zeit wahnsinnig transparent geschildert und erklärt.

Danken möchten wir euch weiterhin, dass ihr das unverschämte Fernbleiben von etwa 69.000 eurer Mitglieder bei sämtlichen eurer Veranstaltungen und derer des Vereins als eindeutiges Votum für eure vereinspolitische Position verstanden habt. Dass ihr im Namen sämtlicher HSV-Fans den Aufsichtsrat unterwandert, lieben wir fast so sehr, wie einem Verein ohne Führungspersonal zu applaudieren.

Wir weinen Tränen der Freude bei dem Gedanken, dass uns auch nach der Verpflichtung Arnesens (sollte er seinen Vertrag unglücklicherweise tatsächlich antreten) die lästige Pflicht der Beschäftigung mit dem Fußballsport erspart bleibt. Bitte verwirklicht euch auch weiterhin zum Wohle aller eurer zahlenden Mitglieder und gebt acht, dass der Sport um Himmelswillen Nebensache bleibt! Bitte!

Mit bedingungslos leidenschaftlichen Grüßen
Die Bierfreunde Alstertal OFC

5

Mrz 11

Van Gaal schnuppert Nordenluft

von Sandro Schlonz

Louis van Gaal wäre nicht Louis van Gaal, wenn er nicht vehement jeglichen Zweifel an Posten und Person seiner bestreiten täte. Tatsächlich sitzt der kantige Holländer allerdings so fest im Sattel wie ein Dünnschiss auf Opis Radtour. Sollte Slomka und dem kleinen HSV heute gegen die Bayern der nächste große Wurf gelingen ist die Gladiole van Gaals beim Meister wohl verblüht. Sollte sich der Weggang Vehs zum Saisonende bewahrheiten, wäre das Feier-Biest der optimale Nachfolger.

Die Bierfreunde können eigentlich nicht so recht nachvollziehen, dass die Trennung von Trainer Veh in der Hamburger Journalie schon als beschlossene Sache verkauft wird. Wir halten Armin Veh für einen kompetenten, angenehmen Übungsleiter. Es wäre schade, wenn dieser Coach, der so gut zu Hamburg und dem HSV passt wie ein kühles Holsten, den Verein im Sommer verlässt.

Doch in diesem Verein weiß man ja ohnehin nicht, wo oben und wo unten ist. Und der mäßige Erfolg und das schwache Spiel der Mannschaft sind nicht unbedingt zwingende Argumente für einen Verbleib des Stuttgarter Meistertrainers. Und was ist schon ein Sommer ohne Trainerrauswurf?

Angst vor Versagern

Das schlimmste an den Trainerwechseln ist meist weniger der Abschied vom alten Trainer, als das mulmige Bauchgefühl das einen beschleicht wenn man darüber nachdenkt mit wem der HSV wohl grad verhandelt. Grausige Namen werden beim HSV laut, wenn der alte Coach mal wieder vor dem Abschuss steht.

"Ich bin der Beste" hat van Gaal einmal gesagt. So einen brauchen wir.

“Ich bin der Beste” hat van Gaal einmal gesagt. Das passt zum HSV und den BfA, auch sie sind die Besten.

Die Medien haben über die Jahre ein Repertoire an Horror-Kandidaten angelegt, mit deren Erwähnung den Fans kalter Angstschweiß auf die blasse Stirn steigt. Da wären zunächst die Anwärter, die als geeignet gelten, weil sie bei kleineren Vereinen gescheitert sind. Friedhelm Funkel, Marcel Koller, Lucien Favre und Erik Gerets sind Klassiker dieser Kaste. Hört man diese Namen, denkt man an (gescheiterte) Abstiegskämpfe und Provinzclubs und hofft innig, dass die Genannten von den Dieter Hoeneßes der Liga besetzt werden bevor der HSV dazu kommt.

Kein Hoffenheimer Erfüllungsgehilfe!

Dazu kommen dann die kürzlich freigewordenen Trainer des Bundesligazirkus. Allen voran momentan Ralf Rangnick. Der ging in die Geschichte der Bundesliga ein als Wegbereiter der totalen Kommerzialisierung, als Feldmarschall des Großkapitals. Immerhin war er es, der seine Expertise prostituierte, Dietmar Hopp und seinem Provinzverein die Bundesligalizenz zu erkaufen. Ferner ist auch Herr McLaren auf dem Markt, nach seinem Wolfsburg Abenteuer dürfte aber weder er noch irgendein Bundesliga-Club momentan eine Zusammenarbeit anstreben.

Eine dritte Gruppe sind die Dauerbrenner. Zuliebst Herrschaften, die sich um den deutschen Fußball verdient gemacht haben und sich nach ihrer erfolgreichen aktiven Karriere am Trainergeschäft versuchen. Klassensprecher dieser Gruppe ist sicherlich Lothar Matthäus. Es ist eine tiefe Schande, wie sich über den Franken von jedem dahergelaufenen Klatschreporter das Maul zerrissen wird. Immerhin gilt Loddar nicht wenigen Erdmenschen als der beste deutsche Fußballer aller Zeiten, er ist Kapitän unserer letzten Weltmeistermannschaft.

Hätte Mehmet es versucht?

Gleichwohl wir uns also stets respektvoll vor Loddar verneigen, ist der HSV wohl nicht die Adresse, bei der man seine erste ernsthafte Vereinstrainerstelle antreten sollte. Aus ähnlichem Holz sind Jürgen Klinsmann, der es sogar schaffte, die Bayern zu richtig schlechten Fußballern zu machen, und Mehmet Scholl, der mit der Nachfolge Günter Netzers in der ARD allerdings den optimalen Job gefunden zu haben scheint.

Zu guter Letzt schließlich die Kandidaten mit sogenanntem Stallgeruch. Zu nennen wäre da Dick Jol, der grimmige Holländer, der sich einst mit Diddi Beiersdorfer und Berni Hoffmann in Haare kriegte und Huub Stevens, der zwar nicht besonders schönen, aber ziemlich erfolgreichen Fußball spielen ließ. Beide wären theoretisch wohl zu haben, doch wer die Strukturen des HSV kennen und hassen gelernt hat, wird sich wohl kaum eine zweite Amtszeit zumuten. Horst Hrubesch wäre einer, dem man den Posten wünschen und nach seiner Zeit beim DFB auch zutrauen würde.

Doch was sind all diese Namen gegen King Louis van Gaal? Gegen Aloysius Paulus Maria „Louis“ van Gaal, den Königin Beatrix zum Ritter von Oranien-Nassau schlug? Der mit Ajax, Barcelona und Bayern der internationalen Fußballwelt soviel Applaus abrang? Nichts sind sie gegen ihn, und zwar aus folgenden Gründen.

Die Philosophie
Van Gaal zeigte den Deutschen, dass Holland nicht nur aus New Kidz und Rudi Karells besteht – auch in Holland, wissen wir seit van Gaal, gibt es harte Hunde, die schreien, schlagen und sich von ihren Töchtern siezen lassen. Van Gaal ist einer, der auch mal das ganze deutsche Volk beleidigt, wenn er es für nötig hält, der mal richtig auf die Stront haut. Was wir mit diesem Kader am wenigsten brauchen ist ein best-friend-Trainer nach dem Vorbild Klopps – und van Gaal ist ziemlich genau das Gegenteil davon. Dem HSV fehlt es nicht an spielerischem Vermögen. Es fehlt jemand, der den Herren Hochverdienern in ihren goldenen Agger tritt und sie erinnert, dass auch sie austauschbar sind, wenn sie nicht erfolgreich „arbeiten“.

Der Riecher
Das bringt uns direkt zum zweiten Punkt: Völlig unbeeindruckt vom sagenumwobenen Reichtum der Bayern und dem hochdekorierten Kader zauberte der Holländer Jungspieler von Weltniveau aus dem Hut, allen voran WM-Torschützenkönig Thomas Müller. Vor van Gaal sind alle Menschen gleich, ist man geneigt anzunehmen. Sicher ist jedenfalls, dass die Gouda-Locke sich von Namen nicht mehr beeindrucken lässt – brachte er doch vor Ribery und Robben bereits Spieler wie Figo, Rivaldo, Frank de Boer oder Patrick Kluivert zum Schwitzen.

Das Format
Mit Arnesen bekommt der HSV zum ersten Mal seit Günter Netzer einen Manager, der den internationalen Ansprüchen des Vereins gewachsen ist. Müssen wir diesen Vorteil zwangshaft neutralisieren indem wie einen Extrainer vom VfL Bochum oder Eintracht Frankfurt verpflichten? Es wäre doch schon eine merkwürdige Mischung, wenn dieser verdiente Fachmann internationaler Prägung mit einem Trainer á la Friedhelm Funkel über Neuverpflichtungen streiten müsste… Van Gaal holte mit Ajax die Championsleague, mit Barca und Bayern immerhin mehrere nationale Titel. Amsterdam-Barcelona-München-Hamburg. Das liest sich wie geschmiert.

Der Charakter
Van Gaal ist ein fieses Arschloch. Und es gibt nichts besseres, als ein fieses Arschloch auf der Trainerbank. Nicht nur dass er die Profis zusammenstaucht. Es ist auch wichtig für uns Fans. Immerhin ist der Trainer neben seiner Funktion als Übungsleiter auch der vereinsinterne Sündenbock. Geht ein Spiel schief, ist der Schiri schuld. Geht eine Saison daneben ist es der Trainer. Schmerzlich erinnern wir uns, wie herzzerreißend es vor vier Jahren war, als sich Fans und Verein eingestehen mussten, dass Vereinsikone Thomas Doll nicht mehr der Richtige für den Trainerposten war. Auch Fans in Dortmund werden bittere Tränen den Kohlestaub aus der Visage spülen, wenn Seelsorger Klopp in einem Jahr entlassen wird, nachdem der BVB via Relegation mit Werder die Liga getauscht haben wird. Einen van Gaal kann man hingegen einfach abhaken. Man mag ihn, solange er Erfolg hat. Und wenns nicht mehr läuft, kann man ihn hassen und absägen. Und bis dahin kann er auch nur solange Arschloch sein, wie er seine Arschlochsätze ist unterhaltsames Holland-Deutsch verpackt. Das kann zum Totlachen komisch sein, wissen wir aus den letzten Monaten. Zuckerbrot und Peitsche. Optimal.

Wie anfangs aufgeschrieben werden die Bierfreunde sich einer Vertragsverlängerung Armin Vehs nicht in den Weg stellen – obwohl sie es könnten. Sollte Veh den Posten allerdings räumen oder räumen müssen steht für uns die Nachfolge fest. Van Gaal schnuppert heute Nordenluft. Plattes Land, frische Brise und gutes Gras – der Norden hat, was ein Holländer zum Leben braucht. Wenn ein neuer Trainer, dann van Gaal; die Bierfreunde fordern: Veh oder Gladiolen.

5

Mrz 11

Tresenthesen über Tim IV

Tim Wiese spricht mit dem Arsch und kackt aus dem Mund.

23

Feb 11

Tresenthesen über Tim III

Der Friseur von Tim Wiese hat eingestanden, “gravierende handwerkliche Fehler” begangen zu haben.

19

Feb 11

Ein Quantum Prost

Nach der Jahrtausendpleite vom Mittwoch, für deren Aufarbeitung qua Kommentierung die Bierfreunde noch einige Zeit brauchen, haben die Versager von 2/16 das Fortbestehen der Hamburger Fankultur zunächst gesichert. Das zweitwichtigste Heimspiel der Saison ging mit 4:0 an die Rothosen.

Die Götter schickten uns in den schwierigsten Minuten der bierfreundlichen Geschichte die schwächste Werder-Elf in ebendieser. Doch auch unseren Spielern merkte man an, dass sie nach der Niederlage vom Mittwoch den Hauch einer Ahnung davon bekommen haben könnten, welche Dimension ihr schreckliches Versagen hat und noch haben wird.

Kaum Applaus für Scheiße

Aus dieser Situation heraus ergab sich eine schwache erste Hälfte, in der der HSV etwas weniger schlecht spielte. Mit dem akrobatischen 1:0 kurz vor der Pause retteten sich die Hamburger vor einem beißenden Pfeifkonzert, das sie eigentlich verdient hatten. Aber wer kann schon jemandem böse sein, der gerade die Führung gegen Bremen erzielt hat?

In der zweiten Hälfte ließen sich die HSV-Spieler ab und zu für einen sehenswerten Angriff begeistern – diese unglaublich schwachen Bremer waren selbst für die Derby-Versager zu verlockend. Gute Aktionen von Petric und Piet sowie die Treffsicherheit Guerreros und Be-Hatiras machten den erfreulichen Sieg schließlich komplett und zogen die Mundwinkel der Bierfreunde erstmals seit 2/16 wenigstens wieder in die Horizontale.

Natürlich war es kein Heimsieg gegen Pauli. Und nicht mal ein Heimsieg gegen Pauli würde die unbeschreibliche Schande vom Mittwoch vergessen machen können. Doch eine bescheidene historische Bedeutung kann auch diesem Spiel beigemessen werden. Zunächst für diese Saison: Der HSV ist nur noch einen Punkt von der Europa League entfernt während Werder nur noch ein Punkt vom Relegationsplatz 16 trennt.

Werder schlechter als in der Abstiegssaison

Die Niederlage gegen Pauli war das Schlimmste für den HSV seit 33 Jahren. Doch der Sieg gegen Werder war der höchste Sieg der Saison, der höchste Derbysieg in der Geschichte der Bierfreunde (seit einem 4:0 Heimsieg ’89) und die 500. Niederlage der Werder-Geschichte. Der HSV ist nach dem 4:0 in der ewigen Tabelle der Bundesliga nur noch drei Punkte hinter Werder – die Bremer spielen ihre schwächste Saison seit 36 Jahren. Ja Werder steht sogar schlechter da als in der Abstiegssaison 1980.

Es ist schade, dass diese Fakten im Schatten von 2/16 verblassen. Die Reaktion der Mannschaft war wenigstens OK. Sollten wir eines schönes Tages die Ereignisse vom Mittwoch verdaut haben, können wir uns dann ja vielleicht etwas über dieses Wochenende freuen. Vögel zwitschern zudem, dass der HSV vor der Verpflichtung von Chelsea Chefscout und -Sportchef Arnesen stehen.

Das wäre eine angemessene Verpflichtung für die baldige Rückkehr nach Europa. Doch auch wenn die gelingt. Der Stachel der Schande sitzt noch so tief im bierfreundlichen Bewusstsein, dass jedes Lob, jede Freude und jede Sympathie für den HSV äußerst vorbehaltlich sind. Um mit der Mannschaft wieder anstoßen zu können ist es noch zu früh, auch wenn ein erster Schritt getan ist, ist noch nicht absehbar ob sich das Verhältnis zwischen Präsidium und Team je wieder normalisiert. Die Abstiegsfeier für Werder kann so oder so gebucht werden – Infos dazu und zur Derbynachlese folgen.

15

Feb 11

Im Zeichen der RAUTE!

Drüben bei diefansvomhsv.jimdo.com macht sich eine wunderbare Idee breit:

Am Mittwochabend ist es endlich soweit, das Stadtderby steht an. Doch was machen wir bis Spiel beginn? Arbeiten, in der Schule sitzen und an Vorlesungen an den Unis teilnehmen. Doch keiner wird mit seinen Gedanken, bei den Tätigkeiten des Alltags sein. Aber dies kann man ändern. Dem Vorgesetzen vorn herein zeigen, weswegen man abwesend wirkt.
Tragt eure Trikots und Fan-Schals mit der Raute. Von Mittwoch 0 Uhr bis Mittwoch 24 Uhr. Die Zeit im Stadion ist klar, aber vor dem Spiel kommt einem sonst langeweile auf.
Und wir wollen damit schon einmal die Vorfreude auf das STADTDERBY erhöhen. Die Stunden gehen schneller um und jeder weiß, wer die Nummer Eins in Hamburg ist. Und am Abend zeigen unsere 11 Rothosen es den ungläubigen.
Gemeinsam schreiben wir Geschichte! – Die Fans vom HSV

Diese Aktion können die Bierfreunde nur unterstützen und deshalb tragen wir morgen den ganzen Tag die Gewinneruniform (min. jedoch 24Std) und fordern alle dazu auf es uns gleich zu tun.