In 136 Tagen beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Wie schon in den letzten Jahren steht und fällt die Deutsche Nationalmannschaft dabei mit der Form ihrer Hamburger Akteure. Die Bierfreunde beleuchten vor dem Leistungstest des Bundestrainers Jogis Hamburger:

>>Jerome Boateng: Straßenkicker mit Format

Jerome hat sich in den letzten Monaten zu einem der begehrtesten Spieler der Welt entwickelt. Der gebürtige Berliner hat den Fußball im Blut: Sein Onkel spielte für die Nationalmannschaft Ghanas, sein Bruder Kevin-Prince ist in der Premier Leaugue aktiv und seine Mutter ist Großnichte des einstigen Weltmeisters Helmut Rahn. Boateng ist ein moderner Außenverteidiger. Er vereint die Zweikampfstärke eines Innenverteidigers mit der Aggressivität eines 6ers und der Laufstärke eines Mittelfeldspielers. In seiner Premiere als A-Nationalspieler flog er gegen Russland mit Gelb-Rot vom Platz – ein absolute Novität beim DFB. Jerome unterstrich damit seinen Ruf als bedingungsloser Gewaltfußballer und wird Jogis Truppe als solcher auf der 6 zum Titel schießen. Auch außerhalb des Stadions engagiert sich Jerome Boateng für viele soziale Projekte – unter anderem mit Kindern. Er ist nicht nur ein hervorragender Fußballer, sondern eben auch ein ganz besonderer Mensch.

>> Dennis Aogo: Das Nachwuchsjuwel

Dennis hat sich in den vergangenen Monaten zu einem der begehrtesten Fußballer der Welt entwickelt. Der Ex-Freiburger, einst eher als Sonderposten zum Pitroipa-Transfer gehandelt, hat sich zu einer etablierten Kraft auf der Hamburger Außenbahn gemausert. Nachdem in der vergangenen Saison sowohl Mr. Timothee Atouba als auch der Marcell Jansen verletzt ausfielen sorgte Dennis für adäquarten Ersatz und begeistert seitdem mit seiner konstanten Fortentwicklung die Gazetten. Ähnlich wie Jerome fühlt sich auch Dennis nicht nur Außen, sondern auch als Abräumer heimisch. Zudem brachte er Licht in das elende Dunkel der Hamburger Standartsituationen; seine Passgenauen Freistöße und intelligenten Ecken sind beim Feind gefürchtet. Die Nationalmannschaft wird er auf der linken Außenbahn zum Titel schießen. Auch außerhalb des Stadions engagiert sich Dennis Aogo für viele soziale Projekte – unter anderem mit Kindern. Er ist nicht nur ein hervorragender Fußballer, sondern eben auch ein ganz besonderer Mensch.

>>Marcell Jansen: Der Tüchtige

Der Marcell hat sich in den letzten Monaten zu einem der begehrtesten Spieler der Welt entwickelt. Einst, wie soviele, aus Bayern gekommen erfüllt und übertrifft der Gladbacher seit seiner Ankunft in Hamburg alle Erwartungen. Der 24-jährige gab von Beginn seiner fußballerischen Laufbahn Vollgas: Im Schaten großer Namen wie Günter Netzer, Winnie Schäfer oder Stefan Effenberg lernte er sein Handwerk in Gladbach. Bereits 2004 gelang ihm der Sprung in die Profielf der Borussia, ein halbes Jahr später dann in die DFB Auswahl. Sein Spiel auf der linken Außenbahn ist von aufopferungsvollem Einsatz geprägt. Der Marcell prügelt den Ball nach vorne und zieht ihn – koste es was es wolle – an der Grundlinie in den Strafraum. Der Marcell ist ein Instinktfußballer, dessen Kampfgeist offensichtlich die Schutzmechanismen des Körpers ausblendet: All zu oft schon wurde der Marcell durch unglückliche Verletzungen aus der Bahn geworden  – Erinnerungen an Mehmet Scholl werden wach. Die DFB Elf wird er im linken Mittelfeld zum Titel schießen. Auch außerhalb des Stadions engagiert sich Marcell Jansen für viele soziale Projekte – unter anderem mit Kindern. Er ist nicht nur ein hervorragender Fußballer, sondern eben auch ein ganz besonderer Mensch.

>> Piotr Trochowski: Der Presslufthammer

Piotr hat sich in den letzten Monaten zu einem der begehrtesten Spieler der Welt entwickelt. Als einziger gebürtiger Hamburger in diesem Portrait kam der kleine Peter über den Umweg einer Ausbildung beim FC Bayern aus Billstedt zum HSV. Er war (abgesehen von Christian Rahn, der kaum zählen darf) der erste HSV-Spieler im DFB Trikot seit langer Zeit. So alt wie die Kenntnis seiner Fähigkeiten ist der Vorwurf, er würde seine technischen Fertigkeiten zu wenig einbringen, hätte “Luft nach oben”. Von dieser Luft schnupperte Piotr in der vergangenen Situation als er wegen fantastischer Leistungen weltweit als der beste Spieler aller Zeiten gefeiert wurde. Diese Lobeshymnen stiegen ihm etwas zu Kopfe stiegen und er direkt Wechselambitionen formulierte. Die Loyalität zum Verein scheint also eher so mittel. In dieser Saison landete er auf dem Boden der Tatsachen und sucht ein wenig nach seiner Form. Unbestritten sind dabei seine Qualitäten: Tore wie einst gegen Oliver Kahn, aus der Strafraumecke oder sein DFB Debüttreffer gegen Wales 2008. Seine Schusskraft und -technik passt ins Schema der Nationalmannschaft: Piotr wird die DFB-Elf im rechten Mittelfeld zum Titel schießen. Auch außerhalb des Stadions engagiert sich Piotr Trochowski für viele soziale Projekte – unter anderem mit Kindern. Er ist nicht nur ein hervorragender Fußballer, sondern eben auch ein ganz besonderer Mensch.

>>Bastian Reinhardt: Der Kopf

Bastian hat sich in den vergangenen Monaten zu einem der begehrtesten Fußballer der Welt entwickelt. Und das, obwohl er die ganze Zeit verletzt war. Er zog die Fäden aus dem Hintergrund. Wenn er spielte war Basti, im Übrigen ein Eigengewächs des HSV, eine Bank in der Innenverteidigung mit Torgefahr bei Standartsituationen und somit der Perfekte Partner für Joris Matthisen. Gerade Verpflichtungen wie Graavgard und Rozenhal zeigen, wie wertvoll “Mr. Zuverlässig” für den HSV war und ist. Reinhardt glänzt seit seiner tragischen Verletzung vor über einem Jahr auch journalistisch: In seiner Funktion als Praktikant unterhält er einen äußerst kurzweiligen Blog auf www.HSV.de, der die Fans mit unterhaltsam aufbereiteten Informationen aus erster Hand versorgt – sowas gibt es sonst nur bei den BfA. Basti Reinhardt beendet die Zeit der katastrophalen Innenverteidiger beim DFB und dürfte als bester deutscher Abwehrspieler seit Lothar Matthäus für die WM gesetzt sein. Die DFB-Elf wird er als Innenverteidiger zum Titel schießen. Auch außerhalb des Stadions engagiert sich Bastian Reinhardt für viele soziale Projekte – unter anderem mit Kindern. Er ist nicht nur ein hervorragender Fußballer, sondern eben auch ein ganz besonderer Mensch. (pos)