BfA ziehen ins UEFA Cup (Achtel-)Finale

Alstertal – Mit einem wahnsinnig langweiligen Sieg gegen den holländischen Karnevalsverein NEC Niemejen hat der HSV einen Schritt in Richtung Glanz und Gloria weiter gemacht und steht nunmehr gegen den einen-der-wenigen-türkischen-Clubs-die-man-kennt-Verein Galatasaray Istanbul im Achtelfinale des UEFA Pokals.

Die spinnen, die Holländer! Das sieht doch nich aus!

Die spinnen, die Holländer! Das sieht doch nich aus!

Die Vorzeichen waren klar: Der HSV, Deutscher Meister in spe und Lieblingsverein der Massen, ging mit einem 3:0 Auswärtssieg im Rücken in das Rückspiel gegen den NEC – Man konnte nur gewinnen. Diese vorprogrammierte Langeweile hinderte die Bierfreunde – bis auf den Rechts-Außen, der momentan eher außerhalb des Stadions mit Shoppingtouren in Homostädten für Schlagzeilen sorgt, daran, für 15 Euro eine Karte zu lösen um diesem Trainingsspiel beizuwohnen.

Auf sehr gewöhnungsbedürftigen Plätzen – Westrtribüne B – verstrich der spielerische Höhepunkt der Partie bereits nach 9 Minuten als Bayern-Fan Ivica Olic auch mal einen rein machte, zum Endstand. Der Rest des Spiels war geprägt durch den lächerlichen Versuch eines pubertierenden Rucksackgastronomen, uns aufgewärmten Traubensaft als Glühwein zu verkaufen sowie dem nass-kalten Scheiß Wetter an dem wir – gezeichnet von der vorangegangenen Weinprobe – fast zu grunde gingen.

Erfreulich waren neben wenigen guten Szenen beider Teams vor allem die Holländer, deren Volk durch eine mehrheitsfähige Abordnung im Stadion vetreten zu sein schien. Die NEC Fans, unlängst mit der goldenen Himbeere für die hässlichsten Trikots und Vereinsfarben aller Zeiten ausgezeichnet, feierten jeden noch so unwirksamen Ballkontakt ihrer Mannschaft wie die Befreiung von der deutschen Besatzung, um sich dann in der Halbzeit von einem völlig unbekannten Kaberetisten beleidigen zu lassen und schließlich nackig auszuziehen. Die Bierfreunde erkannten: Sie wollten nur Spaß! Wir lupfen freundlich den Hut und freuen uns, mal wieder in Nimwegen vorbeischauen zu dürfen, vielleicht wenn die Peppers wieder da sind.

Doch auch die Neuzugänge unserer Mannschaft boten Anlass zur Freude: Nicht nur dass Albert Streit endlich seine erste Schlägerei im HSV-Dress feierte, auch Michael Jogurt glänzte erneut mit einem Muster an Übersicht und Sicherheit (Scherz). Wirklich überzeugen konnte allerdings die neue 25: Tomas Rincon der Venezulese kam zu seinem ersten Einsatz im Zeichen der Raute. Der Mittelfelder erfreute die Bierfreunde mit der Zweikampfmoral eines Bernd Hollerbachs und vielversprechenden Offensivaktionen. Der Tommy wird uns sicherlich noch einige Freude bereiten.

Außerdem kam es zu einer weiteren Premiere: Der HSV wurde erstmals in einem Pflichtspiel von einer Frau gepfiffen. Corinne Lagrange kam zu ihrem ersten Einsatz im Volkspark und hinterließ, in diesem allerdings auch sehr unstreitbaren Spiel, einen souveränen Eindruck. Leider sah sie nicht sehr geil aus.

Die Bierfreunde waren auch schließlich erleichtert, als dieses Spiel zur allgemeinen Zufriedenheit abgepfiffen wurde und freuen sich jetzt auf einen Hexenkessel wenn’s gegen unsere osmanischen Freunde geht. Auch die anderen Partien mit deutscher Beteiligung verliefen einigermaßen bierfreundlich: Stuttgart war halt egal, Wolfsburg hat schonmal das verlieren gelernt und die Werder Bremer, die ollen Busengrabscher, die haben den Verein von Holocaust-Fan und Europa Tyrann Silvio Berlusconi durch eine bemerkenswerte Energieleistung übern Jordan geschickt – da freun wir uns, denn wenn der Bundesliga Elfte, der gegen Cottbus und Bielefeld verliert, den AC Milan aus dem UEFA Cup schmeißt, darf man sich schon was auf die Bundesliga einbilden (wie hoch hätte wohl Bielefeld erst gewonnen…?)

Also Titel nummer zwo ist auf bestem Wege, Titel Nummer drei kommen wir nächste Woche gegen die Hauptstadt eines extrem beschisseen Bundeslandes zu und Titel Nummer eins wird am Sonntag schonmal vorbereitet – alles im Lot!(pos)

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